Mittwoch, 12. Oktober 2011

Kleiner erster Bericht

Hallo ihr Lieben!


Jetzt bin ich schon seit einem Monat in Brasilien und nun kann auch ich endlich mal einen Bericht schreiben!


Ich wohne in einer kleinen Stadt ca. eine Stunde von Sao Paulo City entfernt, wobei man bei Valinhos eigentlich nicht von einer Stadt reden kann. Hier wohnen ca. 90 000 Menschen, die sich ein Shoppingcenter, ein paar Schulen und eine undefinierbare Menge an Garagen teilen. Ein Teil der Menschen, die hier wohnen und zu denen auch ich gehöre wohnen in Condominios, sodass der Blick aus meinem Fenster auf eine hohe weiße Mauer mit Elektrozaun fällt und ich bevor ich das Condominio verlassen oder betreten kann, nett in eine Kamera lächeln muss, damit der Wachmann mich durchlässt.



Ein Blick von außen in Annas Condominio.


Dadurch, dass Anna, mit der ich mich hier angefreundet habe nur ein Condominio von mir entfernt und auch ein deutsches Au Pair Mädchen ist konnte ich mich sehr schnell hier einleben und war dann auch an meinem zweiten Wochenende auf einer Studenten-Party in Campinas. Außerdem habe ich immer gleich eine Freundin um die Ecke, um was trinken zu gehen, oder einen Film zu gucken.



Vielen habe ich auch schon erzählt, dass ich hier zur Fleischesserin geworden bin, wenn auch unfreiwillig.

Auf der Autofahrt vom Flughafen zu meinem derzeitigen zu Hause betonte mein Gastvater mehrmals , wie fantastisch hier das Fleisch schmeckt. Da dies ungefähr eine halbe Stunde für einen berauschenden Monolog sorgte, traute ich mich nicht mehr zu sagen, dass ich wenig bis gar kein Fleisch esse und dachte mir, dass ich es heimlich umgehen kann. Dies stellte sich jedoch als eine Fehleinschätzung heraus.

In meiner Gastfamilie ist es Tradition jeden Freitag essen zugehen. Da ich also an einem Freitag ankam lernte ich sofort Asiers (mein Gastvater) Lieblingsrestaurant kennen: Eine Churrasquera.

Dies ist ein Restaurant, wo es hauptsächlich Fleisch angeboten wird, was dir direkt auf den Teller geschnitten wird.

Anfangs bedient man sich am Buffet, wo es Salate und Kleinigkeiten gibt, was jedoch abzuraten ist, wenn man weiß was noch kommt. Auf dem Tisch steht ein Rädchen, wo " Ja, bitte", "Nein Danke" und "Süßes" drauf steht (natürlich auf Portugiesisch). In dem Restaurant laufen ununterbrochen Kellner herum, die Essen auf einem Tablett tragen. Viele verschieden Fleischsorten auf Spießen, die einem dann auf den Teller geschnitten werden, oder Pizza, Teigtaschen (natürlich mit Fleisch) und Pommes, die glaube ich nicht aus Kartoffeln bestehen. Wenn man das Rädchen auf Ja bitte stellt, kommen die Kellner an den Tisch und bieten dir das Essen an, was sie gerade bei sich haben, bei Nein Danke, bleiben sie fern und bei "Süßes" kommt einer mit einem Wagen voller Torten und anderem Gebäck. Ich habe mich aber zum Nachtisch mit Schokostreusel Pizza und Erdbeer-Käse Pizza begnügt. Sehr lecker!

Das schlimmste aber und was mich immer wieder Überwindung kostet ist, dass das Fleisch fast immer blutig ist und mit blutig ich meine ich, dass du eine Blutsuppe auf deinem Teller hast, sobald du es anschneidest, aber auch da bleibe ich tapfer!



Auch wenn es auf dem Bild nicht so aussieht.


Ich plane jeden Monat mindestens eine Reise zu machen, was auch funktionieren wird, wenn nicht sogar mehr und werde dann immer mal wieder darüber Berichten und einen Monats- Update machen. Meine erste Reise begann am Freitag den 30. September, wo wir (meine Gastfamilie und ich) Anna mit zu unserem wöchentlichen Essengehen in Campinas mitnahmen. Danach ging es nämlich sofort weiter zu einer Rodoviaria (Busbahnhof), wo wir einen komfortablen Bus über Nacht nahmen.

Aber natürlich begannen wir unsere Reise nicht ohne dementsprechende Sicherheitsvorkehrungen:

Auf der Internet Seite des Auswärtigen Amtes konnte man lesen, dass es zu Raten sei, ein zusätzliches Portemonnaie bei sich zu tragen das ungefähr 100 Brasilianische Reais enthält, um es bei einem möglichen Überfall ohne große Verluste zu "verschenken" ;).

Also bereiteten wir unsere Portemonnaies zu Hause vor( also ohne Ausweis, Führerschein, Kreditkarte), vergaßen aber den Rest des Geldes woanders zu verstauen, was wir dann in Campinas auf einer Toilette nach holen mussten.

Hätte dort eine Kamera gegeben wären wir bestimmt wegen Verdachts auf Drogenhandel festgenommen worden... aber unser Gelächter, das aus den Toilettentüren kam, klang sicherlich nicht sehr professionell.





Anna reicht mir das Geld unter der Kabine durch.




Und ich verstecke es sicher in meiner Strumpfhose.


Samstag morgens um 7.00 in Rio hatten wir das Glück vorzeitig in unserem Hotel einchecken zu können um uns dann ohne Gepäck auf den Weg in den Botanischen Garten zu machen. Dort hat es mir sehr gut gefallen, da die riesigen Bäume den Verkehrslärm Rios abschirmen und man sich dort entspannt drei Stunden aufhalten konnte und wir sogar einen kleinen "Dino" gesehen haben.



Gegen Mittag besuchten wir dann einige berühmte Sehenswürdigkeiten, die man aus Rio de Janeiro so kennt. Wie z.B die Christus Statue, den Zuckerhut, das Maracana Fußballstadion, wo 2014 die WM stattfinden wird, eine Kathedrale und das Sambódromo, wo zur Karnevalszeit die Samba-Tänzer auf den Umzugswägen bewertet werden.






So sieht es aus, wenn man versucht ein Foto mit einer Person vor der Christus- Statue zu machen...




Nach diesem tollen, aber anstrengenden Tag gingen wir in die Sauna unseres Hotels und genossen beim Abkühlen auf der Dachterrasse den Ausblick auf die Stadt. Diesen Luxus gönnten wir uns gerne aber gezwungener Maßen, da es nur in guten Hotels möglich ist zentral und sicher zu übernachten.

Am nächsten Tag (Sonntag) sollte es in den Parque Nacional da Tijuca gehen, wo von uns der Mann von der Rezeption aber dringend abriet und uns empfiehl in den Stadtteil "Lapa" zu fahren, wo es viele Bars und Restaurants geben sollte.

Wir machten jedoch zuerst einen mehrstündigen Strandspaziergang über die Copacabana und Ipanema bevor wir uns todesmutig in den falschen Bus setzten....



An der Copacabana.



Nach unserem Spaziergang gingen wir zurück in unser Hotel, um unser Gepäck abzuholen, damit wir nach unserem Besuch in Lapa noch vor der Dunkelheit zur Rodoviaria fahren zu können, von dort aus es auch schon wieder nach Valinhos gehen sollte.

Wir stiegen also in diesen Bus und stiegen auch wieder aus, nur war der Ort an dem wir landeten völlig entgegen unserer Vorstellungen. Wir waren in einem armen Viertel gelandet, wovor uns tausendmal gewarnt wurde. Normalweise würde man sich in den nächsten Bus setzen und wieder raus fahren. Es gab aber keine Bushaltestelle, da man in Rio de Janeiro die Busse wie Taxis von der Straße winkt. Wir standen also auf dieser Straße, angestarrt von sämtlichen Passanten (in Rio de Janeiro ist man an Europäer gewöhnt nur dort schien es nicht so) und unwissend, wann und ob überhaupt ein nächster Bus kommen würde.
Nachdem wir die Straße hinuntergelaufen waren setzten wir uns in ein Restaurant, da sich dort die Menschen etwas zu essen leisten konnten und wir uns dort etwas sicherer fühlten. Nach einer Stärkung wies uns der Kellner den richtigen Weg die Straße wieder rauf, doch nach kurzem gezwungenem langsamen laufen stieg das Unbehagen wieder auf, was man auch Todesangst nennen könnte... Die Situation war einfach nicht einzuschätzen und uns kostete es alle Mühe sich die Panik nicht im Gesicht ansehen zu lassen. Gott sei Dank fanden wir bald einen Bus, mit einem nach unseren Empfindungen zu freundlich lächelnden Busfahrer, in den wir trotzdem einstiegen.. was blieb uns auch anderes übrig... und versuchten meine blonden Haare unter einer Mütze zu verstecken.

Wir kamen also frühzeitig in der Rodoviaria an, wo wir dann sieben Stunden auf unseren Bus warten konnten, was uns aber nichts machte, da wir einige Stunden brauchten uns von dem Schrecken zu erholen, wir dort essen gingen und ich auf die grandiose Idee kam, aus einem alten Block ein Kartenspiel zu basteln.



Eine Woche später denke ich, dass wir in dem Stadtviertel völlig überreagiert haben und wir keiner wirklichen Gefahr ausgesetzt waren. Hätten wir uns nicht immer und immer wieder eingetrichtert, dass Rio de Janeiro so gefährlich ist, wäre uns dort nichts unheimliches aufgefallen und auch brasilianische Freunde konnten unsere Angst nicht nachvollziehen, da Lapa scheinbar ein beliebtes Viertel für Touristen und auch das Nachtleben ist, aber nun gut, besser mehr Vorsicht als zu wenig!

Alles in allem hat mir Rio sehr gut gefallen und unsicher habe ich mich bis auf das falsche Viertel auch nicht gefühlt. Natürlich muss man ständig mit Taschendieben rechnen und in der Dunkelheit sich besser drinnen aufhalten, aber das sind Vorsichtsmaßnahmen mit denen man gut leben kann und man kommt zu dem auch früh ins Bett! =)

Jetzt bin ich wieder in meinem sicheren Valinhos und freue mich auf meine nächste Reise am 27. Oktober nach Paraty!


Bis bald =)









Mittwoch, 7. September 2011

Lebenszeichen?!!?

Hihi Lea und ich haben in Sönkes Küche Tee getrunken und Pizza gebacken!! Huiiiiii~~
MAAIIK!!!!


Ich ( bzw. TiEgerclub) hätte doch gern ein Lebenszeichen von dir!...Nun ist deine Abreise nach China doch etwas her. Hoffentlich bist du gut angekommen und bist auch munter und gesund! Gestern hatte sich der TiEgerclub bei Sönke versammelt ( Saunaparty Part 2) und es war wirklich, wirklich, sehr, sehr gemütlich und einfach schön beieinanderzusitzen und sich zu unterhalten und ein gutes kühles Jever zu trinken oder auch Sangria und Wein? Nun ja ich blieb bei Cola... :D
Übrigens haben wir auch mit Kathi am Anfang des Abends geskypt, die Olle ist in Brasillien und wird einfach immer nur schöner. Schön brauner und blonder :((( NEEID.
Nun denn, ich wünsche dir alles Liebe in China. Viel Spaß mit deinen Schützlingen dort und pass mir gut auf dich auf... Und lass doch mal endlich was von dir hören sonst melde ich dich als vermisst....
Liebe Grüße vom T-Club und einen 'Cyberdrücker' von der kleinen L.


Kuss, Kuss und Schluss :*

Freitag, 8. April 2011

Random !

Hallooooo ihr Hübschen!
Es ist Sonne pur, aber leider noch ein bisschen zu kalt. Morgen schreiben wir Englisch und ehrlich gesagt ist es scheiße zu lernen, wenn draußen so wunderbares Wetter herrscht. Es sollte lieber regnen oder sowas, damit man auch wirklich drinnen rumhockt und nichts besseres zu tun hat als lernen.. Während die meisten morgen wahrscheinlich fertig sind, muss ich mich bis zum 12.04 noch mit Chemie vergnügen. jii-piee.
Im Prinzip gibt es nichts neues, alle nerven mit ihrem Abigelaber und schieben sooo wahnsinnig viel Stress. Ätzend.

Ach ja, die Mottowoche war echt lustig und Alex war die schönste Barbie weit und breit :D

PS. Passt gut auf euch auf. Get it, got it. Good.
In ♥ Lisaaaaaaa

Dienstag, 8. Februar 2011

Wer hoch fliegt...

Hey Folks!
Ich hab lang nichts geschrieben und hier im Tiegerblog noch gar nicht – und ich hab grad schon ziemlich viel Zeit ... wie das kommt? Naja, gehen wir mal chronologisch vor.

Anfang Dezember habe ich angefangen für Sunshine Village zu arbeiten, einem Ski Resort bei Banff – ich hab derweil anfangs in Banff gewohnt (was bedeute, dass ich jeden morgen 20min Bus & dann 20min Gondel zu meinem Arbeitsplatz – der Sunshine Mountain Lodge – fahren musste) und dann später auf dem Berg in einem Doppelzimmer in einer Wohnanlage für die Mitarbeiter in der es keine Küche gab – nur einen öffentlich zugänglichen Wasserkocher, dass heißt wenn’s was Warmes geben sollte, hieß es entweder essen gehen oder Mr. Noodles (kanadisches Grundnahrungsmittel für Backpacker). Die Konsequenzen meines Umzugs auf den Berg waren teils guter, teils weniger guter Natur:
1. Mein Arbeitsweg verkürzte sich um 40 Minuten.
2. Länger schlafen war trotzdem nicht – ich wurde von da an ohne gefragt zu werden als Breakfast Cook eingesetzt, was von Anfang an der Plan war, aber mir natürlich nicht von meinem Küchenchef Gabe (zu ihm später mehr) gesagt wurde. Das wiederum hieß: 5:30AM fing für mich von nun an der Spaß an.
3. Ich konnte (wenn ich die Zeit gehabt hätte, was in 3 Wochen etwa 2 x vorgekommen ist) direkt vor der Tür mein Board anschnallen und auf die Piste.
4. War etwas isoliert – der Weg den ich vorher zur Arbeit hatte, stand mir nun bevor, wenn ich Freunde, die nicht auf dem Berg wohnten besuchen oder einkaufen oder feiern wollte und die Gondel fährt nur bis 5:30PM + Abhängigkeit vom Bus.

Ich musste etwa 6 Tage die Woche arbeiten und nie unter 7 Stunden (eher so 9) und das heißt nicht zwangsläufig nur 6 Tage am Stück – gerne auch mal 10.
Mitte Dezember hab ich Gabe dann schon mal gefragt, ob ich 5-7 Tage im Januar frei bekommen könnte, er verwies mich auf den „Wunschplan“, wo ich mich brav eintrug. Neujahr wollten natürlich alle frei haben, deswegen hieß es kurzerhand „Es bekommt keiner frei – wär ja sonst unfair“ – klingt ja auch irgendwie plausibel. In den nächsten 2 Wochen erwartete ich unsinnigerweise, das Gabe seinen Job machen würde und mir Bescheid geben würde, ob ich denn im Januar ein paar Tage frei haben könnte. Als er an Silvester aber noch nicht einmal den Plan für Neujahr und die darauf folgende Woche fertig hatte, war ich leicht angepisst und artikulierte dieses auch. Zwischendurch war noch etwas anderes dazugekommen, nämlich der Grund warum ich im Januar frei haben wollte:

Meine Schwester kam am 26. Dezember in Banff an.

Wir haben bis Silvester einen Abend und einen Tag was zusammen unternommen, da ich sonst arbeiten musste. Silvester nachmittags gabs dann auch irgendwann den Plan für die folgende Woche: Neujahr: Niemand hat frei – außer Gabe’s Liebling, ein Typ namens Patrick. Das Beste jedoch: ALLE haben die Woche mindestens 3 Tage frei, nur ich hab 2 frei. Nach meiner Schicht an Neujahr hatte ich dann ein „Meeting“ mit Gabe, der übrigens der feigeste Chef ist, den ich je kennengelernt habe (ich meine: er sagt seinen Sous-chefs, wenn ihm was nicht passt, damit diese es wiederum den Mitarbeitern sagen, damit er niemanden konfrontieren muss). Das Meeting ging darum, dass meine Attitude nicht gut ist, ich mich zu viel beschwere und nach außen hin nicht glücklich wirke, was schlechten Einfluss auf meine Mitarbeiter habe. Nach Beratung haben er und einer seiner Sous-Chefs (der mich überhaupt nicht kannte, aber mit im Meeting saß, dreimal dürft ihr raten warum... so ein Feigling -,-) beschlossen, dass sie mir eine zweite Chance geben und mich nicht einfach direkt feuern, was bei Sunshine Gang und Gebe ist. Ich kam dann noch mal auf meinen Urlaub zu sprechen ... er meinte er könnte mir höchstens 4 Tage am Stück frei geben, dafür müsse ich aber dann diese Woche noch durcharbeiten (also anstatt zwei null freie Tage). Dankesehr, Wichser! Lächeln und ja sagen – schließlich muss ich lernen meine „Attitude“ im Zaum zu halten. Am nächsten Tag war ich krank – und ich weiß, dass das psychosomatisch bedingt war – ich hätte einfach das Kotzen gekriegt, hätte ich Gabe noch mal sehen müssen – aber ein weiteres Mal stand mir noch bevor. Nachdem ich 2 Tage krank war und am dritten nicht hingegangen bin, wurde ich natürlich sofort gefeuert, dass lief dann so ab, dass ich in die Küche gerufen wurde, es wieder „Meeting“-Zeit war und Gabe dann (nachdem er mich 10min hat warten lassen und sich wieder ‚nen Sous-Chef (diesmal einen anderen, der ähnlich wenig mit mir zu tun hat – aber dem hatte ich schon mal „Hallo“ gesagt) geholt hatte, der ihm Händchen hielt, kam natürlich erstmal die Rede, wie gnädig er gewesen sei und das ich meine zweite Chance ja nicht wirklich wahrgenommen ...blablabla... gefeuert! Ich hab ihm diplomatisch zu verstehen gegeben, dass ich mit seiner „hinterrücks“-Art nicht klarkomme und sowieso nicht mehr in die Küche wollte. Er: „No hurt feelings than – but it’s too bad, right now the best time of the season starts. It’s not that busy anymore and there will be more days off and ride breaks* and it’s going to snow .......“ Schon verstanden.

Nun war ich Job und Unterkunft los (Unterkunft war sogar schade, weil mein Roommate echt cool drauf war), aber war nem andern Ziel ein gaaanzes Stück näher gekommen: Zeit für meine Schwester! Nachdem Silvester n Flop war, weil ich am nächsten Tag um 8 arbeiten musste (7 mitm Bus hoch, 6:30 aufstehen) und uns vorher gedroht wurde, dass jeder der nicht nüchtern ist, direkt gefeuert ist (was die knallhart durchgezogen haben – an dem Tag wurden bei uns in der Küche 2 gefeuert, insgesamt auf dem Berg war’s irgendwas über 20), war nun Zeit zum Feiern, boarden und sich vom Stress der letzten Tage zu erholen.

Ein paar Tage später gings dann auf Richtung Vancouver von wo aus meine Schwester zurückflog, aber nicht ohne Zwischenstop in Revelstoke, einem anderen Skigebiet mit dem geilsten Powder, die besten 2 Tage auf’m Board bis jetzt! Dann aber nach Vancouver, wo wir die glorreiche Idee hatten uns Fahrräder zu leihen, weil ich tatsächlich seit 4 Monaten kein Fahrrad gefahren bin und es in Vancouver für mich das erste mal seit 6 Wochen Temperaturen über -5° gab (pralle 8 Grad +). Auf der Tour sind die Fotos entstanden, wo ich diesen süßen, wie Lea bemerkte, mir etwas zu kleinen Fahrradhelm trage. In der Großstadt ohne richtige Fahrradwege zu fahren ist schon n kleines Abenteuer auch wenn Sascha und Sebastian sich grad bestimmt was-weiß-ich-was denken. =P Die Tour ging dann recht schnell Richtung Stanley Park, wo wir die meiste Zeit rumgefahren sind und tolle Fotos gemacht haben. In Vancouver gings dann noch ein bisschen shoppen, ins Kino und dann waren auch schon 3 Wochen, die meine Schwester hier war um.

Und nun? Das erste mal alleine – tatsächlich! Sonst immer von Deutschen umgeben oder zumindest von Leuten die ich kenne, aber jetzt mal allein, irgendwie ... cool =)
Also in Vancouver in Greyhound Bus und nach Whistler, wo n Mädel wohnt, welches ich auf’m Flug von Bremen nach Frankfurt (also gaaaaaaanz zu Anfang) kennengelernt hab, aber seitdem nicht wieder gesehen hab. Außerdem gibt’s da n fettes Skigebiet.
Es war Samstag und im Folgenden habe ich ein paar Erfahrungen gesammelt alá Try & Error mit 98% Error. Is’ ne dumme Sache gewesen, nur soviel: Mit dem Mädel hab ich jetz nichts mehr zu tun, ich hab 80$ für eine Nacht ausgegeben und bin nicht, das Schlimmste von allem, Boarden gewesen.
In der Motivation, dass jetzt mal was gut gehen muss, dann in Whistler in Bus gestiegen. Einmal Los Angeles, bitte!
Mit meinem Buspass konnte ich soviel in Kanada,USA & Mexiko rumfahren, wie ich wollte, da ich aber nur noch 6 Tage hatte, war mehr als L.A. nicht mehr drin, aber dafür L.A. , Digga!
40 Stunden Busfahrt später. Nachdem ich einen netten, zugedröhnten Althippie-Kiffer kennengelernt hatte, der mir auch sein Magazin über „Selber anbauen für Anfänger“ ausgeliehen hat, weil ich nichts mehr zu lesen hatte und mir von seinem Konzerterlebnis „Pink Floyd“ ’72/’73 erzählt hat und mir vorschwärmte, dass er ein Unze(28g) Weed für 10$ bekommt, weil sein Kumpel und er anbaun, bin ich dann wohlbehalten in L.A. angekommen.
Knapp 3 weitere Stunden mit dem öffentlichen Bus später(wobei ich mich auch verfahren hab und jeden Busfahrer überreden musste mich umsonst mitzunehmen, weil ich natürlich keine US-Dollar hatte) bin ich dann auch im Hostel angekommen, welches übelst cool ist. Ab jetzt gab’s NICHTS mehr zu jammern, es war von da an einfach nur geil.
Ich bin in T-Shirt, hochgekrempelter Hose (wozu sollte ich in Kanada ne kurze haben?) und flip-flops am traumhaften Venice Beach lang und mir kam meine Vancouver-Fahrradtour wieder in den Sinn. 10 Minuten später hatte ich den nächsten Fahrradverleih gefunden. Selbiger Tag wurde für Tour am Strand genutzt, am nächsten gings dann nach HOLLYWOOD. So etwa 25km bei Sonnenschein – da flossen die Glückshormone – war ich ja nur Schnee und - in letzter Zeit als sportlichste Betätigung Teller spülen - gewöhnt. Hollywood selber war dann – joa – „Find den Stern“ spielen (tatsächlich kannte ich etwa 85% der Leute nicht) und n bisschen Glamour angucken, hab aber nicht viel Zeit gehabt, weil ich noch zurück und um 5 das Fahrrad abgeben musste – nach den letzten 5km mehr oder weniger im Sprint bin ich dann auch um 4:57 zum Fahrradabgeben da gewesen, bin nämlich zurück nen andern Weg gefahren, dachte es wär ne coole Idee „Sunset Boulevard“ bis zum Meer abzufahren ... naja Beverly „Hills“ hat seinen Namen nicht von ungefähr. =) Sonst bin ich noch beim Pub Crawl dabei gewesen, wo ich eine nette Australierin kennengelernt hab (die einzige West-Australierin, die ich bisher kenne, sonst ist hier alles voll mit „Aussies“). Ich hab dann spontan noch einen Tag verlängert, weil ich just in dem Moment in dem ich voll bepeckt aus der Hosteltür austrete, realisiere, dass ich noch gar nicht weg will und ein weiterer Tag noch drin ist. Am nächsten Tag gings dann aber schon wieder Richtung Vancouver und weiter zurück nach Banff, wo ich seitdem wieder bin.

Jaaa... Banff. Ohne Job und grad Geld im Urlaub verballert, komm ich hier also an. Hab ziemlich direkt ein Interview bei Sunshine, welches ich mir (mit viel Glück) vor meinen Urlaub organisieren konnte, habe „DO NOT REHIRE“(Danke Gabe!) in meiner Akte stehen, was aber gestrichen wird, nachdem die Manager sich absprechen (nicht Gabe, da gibt’s noch nen anderen mit dem ich mich gut verstanden hab – n Deutscher) und hab nun die Chance auf nen Job als Ticketverkäufer, die Chefin, welche das mitentscheiden muss ist aber leider bis 9. Februar im Urlaub, weswegen ich WARTEN muss. Die Wartezeit hält immer noch an und mein Geld neigt sich nun wirklich dem Ende, hatte inwischen noch ein anderes Interview bei nem andern Skigebiet und hoffe da angenommen zu werden, weil Sunshine eigentlich so gesehen ein Drecksladen ist.
Sonst gibt’s in meiner Wartezeit viel Feierei, so dreimal die Woche und sonst Gammelei im großen Stil. Ich hoffe einfach diese Woche eine der beiden Zusagen zu bekommen und wieder im Skigebiet zu arbeiten.

Drecksladen Sunshine (sehr lesenswert): Support Ski Patrol

Lieben Gruß aus meiner derzeitigen Sendezentrale: Zimmer 101, HI Hostel Banff, #801 Hidden Ridge Way, Banff, T1L 1B3 Alberta.

Sönke (aka Zen – weil keiner meinen Namen aussprechen kann)




*(ride breaks sind 2 Stunden Pausen wenn wenig los ist, damit man boarden gehen kann)

Sonntag, 6. Februar 2011

Lisa hat ein Geheimnis!

Halliii Hallöölle. Und da ich ja lieb bin, lüfte ich jetzt das Geheimnis!

1) Ich hab euch wahnsinnig lieb :)


Mein zweites Geheimnis ist, dass ich euch schrecklich vermisse. Zudem macht mich das Wetter total träge -.-

Und zuletzt wollte ich nur nochmal informieren, dass der Weihnachtsbasar wiederholt wird! D.h am 15.4 findet ein Osterflohmarkt statt und das Fußballtunier natürlich auch. Also alle in die Pötte und wiederkommen!

Ach ja und ich wurde nach einer Party von der Polizei kontrolliert, aber ich durfte nicht pusten :(
Lg. Liz